Ich benötige für ein Auto/Motorboot ein Elektromotor und wie ermittle ich die erforderliche Batteriekapazität?

a) Es ist klar, daß Sie ein möglichst flaches Boot mit möglichst hoher Antriebsleistung bauen sollten, da dann das Boot aus dem Wasser kommt und eine hohe Geschwindigkeit erreicht. Dies ist aber auch von der Stellung und Art der Schraube abhängig.
b) Natürlich können Sie auch nur kleine Leistung mit geringer Geschwindigkeit anstreben. Beides ist machbar.

Zu a) ist die Leistung durch die Spannung und die Akkus begrenzt. Sie sollten möglichst viele Akkus in Reihe schalten, normal max. 4 Stück á 12 Volt - zusammen 48 Volt, damit Sie ein möglichst kleinere Spannung bekommen. 48 Volt sind eine noch ungefährliche Spannung (eigentlich nach den Gesetzen
max. 42 V Gleichstrom).
In der PKW- u. Staplerbranche kommen mit neuester Technik elektronische Industrie-Frequenzumrichter zum Einsatz. Im Normal-Anwendungsfall erhalten diese Geräte aus dem Festnetz 400 V-Drehstrom, die dann im Zwischenkeis gleichgerichtet und danach in die benötigte Frequenz umgerichtet werden. Da Sie bereits Gleichstrom haben, können Sie direkt in den Zwischenkreis einspeisen und damit einen handelsüblichen Drehstrommotor betreiben. Der Vorteil liegt im günstigen Preis des Industriemotors
und in der Einfachheit des Aufbaus sowie im niedrigen Strom. Bei PKW's werden 48 Volt-Akkublöcke gebildet,
die erst am Umrichter zu höheren Spannungen zusammengeschaltet werden, so daß alle Gleichstromleitungen nur 48 Volt führen. Vom Umrichter zum Motor läuft dann Drehstrom mit z.B. 220 V
bei hoher Leistung von z.B. 50 kW. Die Umrichter und die Akkus sind allerdings das teuerste.

Zu b) Bei Ihnen schlagen wir vor: Gleichstrommotor 24 besser 36 Volt 3,7 bzw. 4 kW aus unserer Liste Baureihe L85/P110 3000 1/min. bei 36 Volt 125 bzw. 138 A. Bei Dauerbetrieb liegt dann die verbrauchte Leistung z.B. bei 125 A pro Stunde (h), wonach die Akkus auszulegen sind. Das heißt, Sie benötigen für
1 Stunde Fahrt 3 Akkus à 12 Volt 125 A mal Stunde (h) = 125 Ah. Bei 2 Stunden 250 Ah usw. Sie müssen
also auch Akkus parallel schalten, um die Ah-Zahl zu erhöhen. Also bei 250Ah 2x3 = 6 Akkus.

Die angegebene Motorleistung ist immer die Wellenleistung. Der Strom ist immer der Akkustrom bei
voller Wellenleistung.

Bei den Traktionsbatterien empfehlen wir Lithium-Ionen-Mangan-Akkumulatoren z.B. von BMZ (http://www.bmz-gmbh.de/), Toyota,  Honda. Dieser Akku hat weniger Kapazität als ein normaler Li-Ionen-Akku, jedoch 20% mehr Kapazit als ein NiMH-Akku und 3-mal so viel Kapazität als Blei-Säure Akkus. Asserdem sprechen eindeutig für den Li-Ion-Mn-Akku's :

  • die garantierte Lebensdauer von min. 8 Jahren
  • die max. mögliche 80% Enladung
  • bis zu 30000 Entlade-/Lade-Zyklen bei geringem Innenwiderstand
  • Lebensdauergarantie auch bei Schnellladungen und hohen Enladeströmen
  • Sicherer als Standard Li-Ionen-Akkus, da diese bis max. 250 °C thermisch stabil bleiben

Diese Akkus sind zur z.Zt. (2007) noch sehr teuer (auch wegen der aufwendigen Schutzschaltungen), schwer zu bekommen (Lithiumknappheit) und in weiterer Entwicklung zwecks günstigerer Herstellung
und Lebensdauerverlängerung auf min. 10 Jahre. Eine marktreife Batterie wird voraussichtlich erst in 10
Jahren erscheinen. (Quelle: ElektronikPraxis Nr. 15; 10.08.2007; Seite 47; www.elektronikparxis.de).

 

[Zurück]
###NEWSBODY###
Das Preisangebot richtet sich nur an Geschäftskunden - Privatkunden bitte Preise gesondert anfragen. Alle Preise sind ohne MwSt.
und zzgl. Kupferzuschlag (DEL-Notiz) bei Motoren + Versandkosten; Lieferung solange der Vorrat reicht Abbildungen und Symbolfotos
müssen nicht der tatsächlichen Ausführung entsprechen. Satz- und Druckfehler sowie Änderungen vorbehalten.

Copyright Kemmerich Elektromotoren, 51647 Gummersbach/Germany (169)